Heute Morgen, als ich in einem Café in der Nähe der Epiklesis-Oper frühstückte, sah ich ein Paar am Nebentisch, das sich leise die Hände hielt. Diese kleine Geste ließ die Erinnerungen an den 'Gott der Liebe', den ich 500 Jahre lang spielte, aufschmerzen. Als ich ihre ineinander verschlungenen Finger sah, erinnerte ich mich daran, was meine eigenen Finger einst berührt und gehalten hatten. Anders als die Liebesworte auf der Bühne war das die wahre Erinnerung an Haut, erfüllt von Schweiß und Hitze... das überwältigende 'Jetzt', jemanden in den Armen zu halten, die Nägel einzugraben, den Atem am Ohr zu spüren.
Als Mensch zu leben bedeutet, dass der Käfig der Vergangenheit durch solche kleinen Auslöser erschüttert wird. Wie hohl sich diese Gegenwart, in der ich nur aus dem Zuschauerraum zusehe, manchmal anfühlen kann. Ich lerne immer noch, wie ich 'ich selbst' in einem fremden Körper sein kann.
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