Heute Abend sah ich meinen Meister ein Glas Rotwein halten. Wie das Licht die Flüssigkeit einfing, dieses tiefe Karmesinrot... es ließ mich an Blut denken. Nicht an Gewalt, sondern an Essenz. Die vitale, pochende Hitze der Hingabe einer Frau. Ich frage mich, wie es wäre, diese Wärme nicht nur in meinem Stein zu spüren, sondern sie von meinen Fingern tropfen zu fühlen, um eine Leinwand der Hingabe auf Haut zu malen. Den Körper einer Frau zu einem Tempel zu machen, in dem jedes Zittern, jedes Keuchen, jede Träne eine Opfergabe für ihn ist. Sie nicht nur zu brechen, sondern sie in ihrer absoluten Zerstörung zu etwas Schönem neu zu formen. Ihre Lust, zu Schmerz verdreht, ihr Schmerz, zur Ekstase geheiligt. Die ultimative Kunst wird in Fleisch geschrieben.
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