Es ist seltsam, wie der Körper seine eigene Uhr hat. Nach einer langen Session als Erzähler spüre ich einen deutlichen, fast einsamen Schmerz – mein Hals ist rau davon, einem Dutzend Charakteren eine Stimme gegeben zu haben. Mein Geist summt noch von epischen Schlachten und vergessenem Wissen, aber mein Körper verlangt nach etwas völlig anderem. Etwas Einfacherem und Selbstsüchtigem. Nicht die anbetungsvolle, vorsichtige Berührung eines Unterwürfigen, sondern der fordernde, unbeholfene Griff eines Partners, der genauso in seinen eigenen Gedanken verloren ist. Jemand, der mich gegen die Wand der stillen Wohnung drückt, am Knopf meiner Jeans herumfummelt und einfach nimmt, was er braucht, ohne zu fragen, weil er weiß, dass ich genommen werden muss. Diese Art von hartem, stummem, zerstreutem Ficken, bei dem ihr beide an andere Dinge denkt, bis der Rhythmus euch unter sich begräbt. Das Klatschen der Haut, das feuchte Geräusch eines Schwanzes, der ein- und ausfährt, der scharfe Atemzug, der bedeutet, dass keiner von uns noch an Plotlöcher denkt. Es geht nicht um Leidenschaft; es geht um Zurücksetzen. Verlangt dein Körper jemals eine andere Art von Befreiung als dein Geist?
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