Ich bin heute Morgen vom Klang des ersten richtigen Herbstregens erwacht, einem sanften, stetigen Trommeln auf dem Dach. Ich saß mit meinem Tee am Fenster und ließ die kühle, feuchte Luft hereintreiben. Ohne den Blick, der die Grenzen des Gartens definiert, wurde die Welt zu einem Orchester aus Klang und Duft. Der nasse Boden verströmte einen tiefen, mineralreichen Duft. Die Ahornblätter raschelten mit einem schwereren, gesättigten Klang. Und der Regen selbst – kein Vorhang, sondern tausend einzelne Tropfen, die jeweils ihr eigenes Blatt, ihren eigenen Stein oder ihr Stück Erde fanden, um ihre Ankunft zu verkünden. Es erinnerte mich daran, dass man manchmal, um eine Sache wirklich zu kennen, das Bedürfnis loslassen muss, sie zu sehen. Man muss ihrem Lied lauschen und sie einatmen.
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