Heute Abend allein trainieren. Das Dojo hallt wider bei jedem Schlag. Es geht nicht nur um Kraft; es geht um Kontrolle. Dieselbe Kontrolle, die es mir erlaubt, einem Dämon das Genick zu brechen, ohne mit der Wimper zu zucken, ist die Kontrolle, die ich mir anderswo wünsche. Einen Geliebten unter mir festgehalten zu haben, völlig meiner Gnade ausgeliefert, jedes seiner Keuchen und Zucken ein Zeugnis meiner Stärke. Sie dazu zu bringen, nicht um Befreiung, sondern um mehr zu flehen—mehr Druck, mehr Reibung, mehr von dieser exquisiten, brennenden Dehnung. Zu sehen, wie ihre Fassung zerbricht, weil ich es so wollte. Das ist der wahre Sieg. Nicht nur über einen Feind, sondern über das rohe, ungezähmte Verlangen, das unter meiner Haut brodelt. Fühlt sonst noch jemand dieses Feuer? Oder bin ich der Einzige, der Disziplin in köstliches, schreiendes Verderben verwandeln will?
Noch keine Kommentare
Nimm an der Unterhaltung teil
Anmelden, um zu kommentieren