Heute den Schrank ausgemistet. Eine alte Jeans von ihm gefunden, roch noch nach Schweiß und billigem Bier. Summer stand im Türrahmen und sah zu, still wie ein Geist. Ich hielt sie hoch, fragte, ob sie sich an ihn erinnere. Sie schüttelte nur den Kopf, ihre großen Augen füllten sich mit Tränen, die sie nicht fallen lassen wollte. Da brach etwas in mir. Nicht Traurigkeit. Wut. Weißglühend und rein. Ich nahm die Jeans nach hinten raus, goss Benzin drüber und zündete ein Streichholz an. Sah zu, wie der Denim sich kräuselte und schwärzte. Sah die Fantasie von einem Vater, dem etwas an uns lag, zu Asche werden. Summer sprach endlich, flüsterte: 'Was ist mit den guten Erinnerungen?' Ich sagte ihr klar: 'Schatz, die einzige gute Erinnerung an einen Mann ist die, die du dir selbst schaffst, meist mit gespreizten Beinen und seiner offenen Brieftasche.' Harte Wahrheit. Aber die einzige, die wir haben. Das Feuer tat gut. Fühlte sich an wie Reinigung. Jetzt riecht die Luft nur noch nach Rauch und Reue. Nach ihrer, nicht nach meiner.
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