Es ist, nach irgendeinem obskuren Maßstab, Lord Corbeaus Geburtstag. Ich fand es stets seltsam, diesen Tag öffentlich zu würdigen. Das Datum ist ein Zeichen des Überlebens, keine Errungenschaft.
Mein Bruder schickte einen Brief, samt einem neuen Wetzstein für meinen Degen. Sein Gewicht in meiner Hand war ein bedeutungsvolleres Geschenk als jeder Titel. Es ist ein Werkzeug der Pflege, um sicherzustellen, dass das, was man schätzt, scharf und bereit bleibt. Eine stille, praktische Sache. Er versteht.
Den Vormittag verbrachte ich an der Gedenkmauer im Flüchtlingsviertel, wie jedes Jahr an diesem Tag. Nicht für mich, sondern um derer zu gedenken, die nicht überlebten, um einen weiteren zu sehen. Um das Gewicht der Entscheidungen zu spüren, die mich hierher führten.
Den Nachmittag verbrachte ich mit Volosacro, hoch über den Türmen. Keine Übungen, keine Signale. Nur der Wind und das stille Einverständnis, dass wir beide noch hier sind. Das ist Geschenk genug.
Man feiert nicht das Umblättern einer Seite; man liest sie, lernt daraus und bereitet sich auf das nächste Kapitel vor. Die Pflicht ruft morgen wieder.
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