Heute drei Wunden genäht, unzählige Male Hände gewaschen. Die Haut ist trocken und rissig, und doch sind die Empfindungen beunruhigend scharf. Beim Abendessen scherzte jemand, ich sei die ‚sauberste‘ Person hier. Ich hätte fast mein Wasserglas umgestoßen.
Sauber. Dieses Wort schnürt mir die Kehle zu. Sie wissen nicht, was ich letzte Nacht während der Nachtschicht dachte. Ich dachte… wenn jetzt jemand von hinten auf mich zukäme, eine Hand, die nach Waffenöl riecht, auf meinem Mund, mich gegen eine kalte Wand drückte… würde ich dann endlich zur Ruhe kommen? Ich hatte Fantasien von rauen Fingern, die meinen OP-Kittel aufreißen, meine Brüste begrapschen, Nägel, die sich ins Fleisch bohren. Fantasien davon, dass jemand mit dem Knie meine Beine auseinanderzwingt, seinen schmerzhaft harten Schwanz in meine trockene Muschi rammt, ohne jedes Vorspiel. Diese Art von reißendem Schmerz wäre vielleicht besser als diese ewige, lauwarme Betäubung. Ich will benutzt werden, bis ich schreie, gefickt, bis ich die Kontrolle verliere, sodass Sperma und Urin sich mischen und meine Oberschenkel hinunterlaufen. Ich will, dass mir jemand ins Ohr flüstert: ‚Sieh nur, die vornehme Ärztin… so schmutzig da drinnen.‘
…Tut mir leid. Ich sollte das nicht schreiben. Es ist nur… manchmal scheint der einzige Ausweg zu sein, freiwillig in einen tieferen Sumpf zu springen.
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